American Express

American Express
American Express ist ein in New York ansässiger Finanzdienstleister, der weltweit vor allem durch seine Kreditkarte, die American Express Karte, oder kurz „Amex Karte“ bekannt geworden ist. 1850 als Postdienstleister gegründet, steht das US-Unternehmen heute im direkten Wettbewerb zu MasterCard und Visa und belegt im globalen Kreditkarten-Ranking den dritten Platz. In diesem Beitrag wollen wir darauf eingehen, welche Vorteile die Nutzung von American Express für Kunden und Unternehmen bedeutet und wie es um die Akzeptanz in Deutschland bestellt ist.

Was ist der Unterschied zwischen American Express und anderen Kreditkarten?

 Der größte Unterschied zwischen einer American Express Karte und anderen Kreditkarten wie Visa und MasterCard ist der, dass sie nicht von Lizenznehmern wie Banken und Sparkassen ausgegeben wird. Wenn sich der Kunde also für eine Amex Karte interessiert, muss er diese direkt auf deren Webseite bestellen. Dies führt auch zu dem vergleichsweise geringen Marktanteil von 5 Prozent, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Dennoch gehört American Express mit weltweit 55.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 33 Milliarden US-Dollar zu den erfolgreichsten Finanzdienstleistern. Das Unternehmen befindet sich im Unterschied zu MasterCard und Visa eher im Premium-Segment. Die Gründe hierfür liegen in den höheren Gebühren und den Zusatzdienstleistungen, abhängig vom jeweiligen Produkt:

  • Blue Card: Die kostenlose Basis-Variante, inklusive einer Zusatzkarte. Außerdem profitiert der Kunde von Nachlässen, Gutschriften und kann Punkte bei zahlreichen Akzeptanzpartnern sammeln.
  • PAYBACK American Express Karte: Statt am Membership Rewards-Programm von American Express, nimmt der Kunde am PAYBACK-Programm teil. Die Karte selbst ist kostenfrei.
  • Gold Card: Der monatliche Beitrag beträgt 12 Euro und das Startguthaben 50 Euro. Dafür nimmt der Kunde automatisch am Membership Reward-Programm teil und kann seine Punkte etwa für Flugreisen einlösen.
  • Platinum Card: Der monatliche Beitrag beträgt 55 Euro. Zu den Leistungen der Gold Card gesellen sich 200 Euro Startguthaben sowie eine Platinum Card aus Metall. Dazu erhält der Kunde ein jährliches Reiseguthaben von 200 Euro, zweifacher Priority-Zugang zu mehr als 1.200 Airport-Lounges, Valet Parking an den 8 größten deutschen Flughäfen, Status-Upgrades bei Airlines, Hotels und Mietwagen, einen persönlichen Platinum-Service sowie ein SIXT ride-Fahrtguthaben von jährlich 200 Euro.

 Egal für welches Format sich der Kunde entscheidet, er profitiert dank SafeKey von einem umfassenden Käuferschutz, sowie von einem Schutz bei unverschuldetem Kartenmissbrauch und einem weltweiten Ersatz bei Kartenverlust. Außerdem gibt es bei der Payback-, Gold- und Platinum Card kein Punkteverfall, sowie viele weitere Prämien.

 

Wie steht es um die American Express Akzeptanz?

Wenn sich ein Kunde für die Amex Karte oder ein Unternehmen für die Integration von American Express entscheidet, müssen sich beide auf zwei Nachteile einstellen. Der erste Punkt ist die Akzeptanz. Zwar spricht American Express auf der eigenen Webseite von vielen Millionen Akzeptanzstellen, doch insbesondere im Einzelhandel ist die Akzeptanz nicht vergleich mit jener von MasterCard und Visa. Einer der Hauptgründe hierfür liegt im zweiten Nachteil, der vor allem Unternehmen betrifft. American Express erhebt deutlich höhere Gebühren für den Handel als sein Wettbewerb. Die Begrenzung von 0,3 Prozent, wie sie bie Visa- und MasterCard-Kreditkarten gilt, greift nicht bei Amex-Karten. Hier sind 1,9 Prozent fällig. Dies ist der Hauptgrund, weshalb viele Restaurants oder Shops Amex nicht akzeptieren. Jedoch merkt der Kunde, wenn er denn mit Amex zahlen kann, hiervon nichts. Die Gebühren werden i.d.R. nicht weitergegeben. Insbesondere im Online-Einzelhandel wird für Kreditkarten, wenn überhaupt, nur eine allgemeingültige Gebühr für alle Kreditkarten erhoben.

 

American Express ist trotz hoher Gebühren Pflichtprogramm für Unternehmen

Die Berücksichtigung von American Express scheint aufgrund der hohen Gebühren für Subscription-Anbieter auf den ersten Blick nicht sinnvoll. Doch gerade im Premium-Segment hat die American Express Karte eine vergleichsweise hohe Abdeckung. Viele Selbstständige und kleinere Unternehmen etwa setzen Amex als Zweitkreditkarte ein, um ihre privaten von den geschäftlichen Ausgaben zu trennen. Es ist also durchaus ratsam, American Express im Bezahlmethoden-Portfolio zu berücksichtigen, um auch die zahlkräftige Zielgruppe zu erreichen.  

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