Equipment-as-a-Service

Equipment-as-a-Service
Equipment-as-a-Service (EaaS) wird das Geschäftsmodell genannt, bei dem Maschinen oder Produktionssysteme nicht gekauft, sondern von einem Anbieter gegen eine Gebühr als Subscription bereitgestellt werden.

Was ist Equipment-as-a-Service (EaaS)?

Equipment-as-a-Service (EaaS) ist ein vergleichsweise neues Konzept, das dem bereits weit verbreiteten Software-as-a-Service Business Modell (SaaS) ähnlich ist. SaaS ermöglicht es Kunden, abonnementbasierte Cloud-basierte Software zu nutzen. EaaS unterscheidet sich dadurch, dass es sich um die Anmietung von Geräten handelt, bei der der Verkäufer das Produkt nicht nur anbietet, sondern es kontinuierlich überwacht und wartet oder repariert, um es in einem besseren Betriebszustand zu halten und die Betriebszeit für den Kunden zu maximieren. Dieses serviceorientierte Geschäftsmodell, auch als Machine-as-a-Service bekannt, bietet sowohl dem EaaS-Anbieter als auch dem Kunden eine Vielzahl von Vorteilen.

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Industrial Internet of Things (IIoT): EaaS für die Fertigungsindustrie

Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht EaaS das nutzungsabhängige Angebot von Maschinen. Dabei handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das von Softwareunternehmen eingeführt und jetzt in ähnlicher Form auf Industriemaschinen im Industrial Internet of Things angewandt wird. Auf diese Weise können die Equipment-Ausgaben der verarbeitenden Industrie stabiler und berechenbarer werden, und ihre Abläufe können effizienter gestaltet werden. Bei einem herkömmlichen Bezug einer Maschine ist bereits der Anschaffungspreis sehr hoch. Schlimmer noch: Der größte Teil der Kosten in puncto Support, Reparaturen, Wartung und weitere Dienste ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Nicht so im Equipment-as-a-Service Business Model.

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EaaS: Ein Subscription Modell mit vielen Vorteilen

EaaS mildert Risiken durch berechenbare Abonnementpreise, wiederkehrende Einnahmen bzw. Ausgaben und flexible Verträge. Bei dem traditionellen Besitz wird das Equipment direkt als Investition erworben und es kann zum Beispiel mehr als 10 Jahre dauern, bis eine neue Maschine gekauft wird. Wenn die Maschine gemessen an der Nutzung (Pay-per-Use) angeboten wird, weiß der Kunde alternativ genau, welche Einnahmen er während der Vertragslaufzeit erwarten kann. Equipment-as-a-Service erschließt neue Märkte und bisher nicht verfügbare Einnahmequellen. Und durch die Möglichkeit, den Umsatz zu prognostizieren, können sich Subscription-Anbieter besser an die Kundenbedürfnisse anpassen, indem sie mehr Mehrwertdienste anbieten, Interessen besser einschätzen und dank regelmäßigem Support und Wartung echte und langlebige Partner und Partnerschaften aufbauen.

Was sind die Vorteile von Equipment-as-a-Service?

Gerätehersteller und andere Unternehmen, die zu Dienstleistungsanbietern geworden sind, haben von EaaS viel zu gewinnen. Zu den Vorteilen von EaaS gehören:

  • Verbessertes Equipment Design: Die Verbindung von Geräten, die der IoT-Geräte-Cloud zur Verfügung gestellt werden, stellt sicher, dass Datensätze aus verschiedenen Produktionszyklen gesammelt und analysiert werden. Maschinen-Feedback ermöglicht datengesteuerte Verbesserungen der Maschinenfunktionen, -kapazität und -vorgänge.
  • Entwicklung von Strategien zur vorausschauenden Instandhaltung (Predictive Maintenance): Einer der erwarteten Vorteile aus der intelligenten Fertigung ist die vorausschauende Instandhaltung. Equipement-as-a-Service bietet Herstellern die Möglichkeit, Geräte nachhaltiger zu bauen und Vorschriften zur vorausschauenden Wartung sofort in diese zu integrieren. In diesem Fall dienen Daten (Data to Cash Model), die aus früheren Geräteeinsätzen und -ausfällen gesammelt wurden, als notwendige Informationen, um eine vorausschauende Wartungsstrategie für die projektierte Ausrüstung zu entwerfen.
  • Umsatzwachstum: EaaS schafft für Gerätehersteller mit der Vermietung von Equipment eine neue Einnahmequelle. Restbestände können in Einnahmequellen umgewandelt werden, indem Subscription-Pläne angeboten werden, die den finanziellen Möglichkeiten des Kunden entsprechen.

Der Endbenutzer in jedem EaaS-Modell ist der Teil, der das Equipment für Aktivitäten im Zusammenhang mit seiner Produktion verwendet. Die Vorteile für Equipment-as-a-Service-Endbenutzer:

  • Geringere Investitionsausgaben: Der Kauf von Fertigungsanlagen ist eine kapitalintensive Ausgabe, mit der viele Hersteller zu kämpfen haben. Der Use Case Equipement-as-a-Service bietet die Möglichkeit, CapEx in OpEX („Capex-to-Opex“) umzuwandeln und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Industrieunternehmen selbst für den Produktionsprozess und die Qualität der hergestellten Produkte verantwortlich bleibt.
  • Erhöhte Datenzuverlässigkeit: EaaS beinhaltet auch die Bereitstellung von Produktionsreferenzequipment und -daten für Hersteller, um die Maschinenauslastung und Produktivität zu optimieren.
  • Geringere Betriebskosten: Bei EaaS liegt die Aufgabe der Wartung von Fertigungsanlagen, der Aktualisierung von Software, Firmware oder Hardware in der Verantwortung des Dienstleisters. Dies reduziert die Betriebskosten der Hersteller im IoT und hilft ihnen, sich auf ihre Kernaufgaben in der Produktion zu konzentrieren.

Fazit: EaaS öffnet die Tür zu einer ganz neuen Denkweise

Das Geschäftsmodell Equipment-as-a-Service geht über die Finanzierung hinaus, strebt aber einen Gesamt-Cashflow für den Kauf, die Bezahlung, die Verwaltung und die Entsorgung von Geräten an. Das Lebenszyklusmanagement kann dabei der wichtigste positive Aspekt sein. Zudem gewährleistet es eine wirklich integrierte Kundenerfahrung. So kann es Wartung, Service, Asset Tracking oder andere wertschöpfende Dinge im Lebenszyklusmanagement umfassen.

Um in vollem Umfang von der neuen Technologie in der Subscription Economy profitieren zu können, müssen die Industrieunternehmen schnell von der geläufigen Praxis abrücken, Geräte nur nach einem Ausfall oder in vorher festgelegten Intervallen zu reparieren. Ferndiagnose- und Fernwartungslösungen sowie die Auswertung der Nutzungsdaten sind ein Schlüsselfaktor dafür, dass Gerätehersteller ihre Modelle als Dienstleistung anbieten können.

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