Interbankensystem

Interbankensystem
Das Interbankensystem ist ein globales Netzwerk aus Finanzinstituten.

Was ist ein Interbankensystem?

Das Interbankensystem ist ein globales Netzwerk aus Finanzinstituten, um Währungen und andere Derivate, wie z.B. Aktien und Anleihen, direkt miteinander auf Brutto- oder Nettobasis zu handeln. Während ein Teil des Interbankenhandels von Banken im Auftrag von Großkunden durchgeführt wird, ist der größte Teil des Interbankenhandels Eigenhandel, d.h. er erfolgt auf eigene Rechnung der Banken. Banken nutzen den Interbankenmarkt, um ihr eigenes Währungs- und Zinsrisiko zu managen sowie um spekulative Positionen auf der Basis von Research einzugehen.

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Beispiele für Interbankensysteme

Einer der Vorreiter ist „iDEAL“, die mit Abstand relevanteste Zahlungsmethode in den Niederlanden. Dabei handelt es sich um ein Interbanken-System, das von allen großen Banken in den Niederlanden abgedeckt wird. Mit der iDEAL Integration via Adyen unterstützt billwerk diese Zahlungsmethode, die für 60 % aller Online-Transaktionen in den Niederlanden verwendet wird. Giropay nennt sich die offizielle Onlinebanking-Implementierung der deutschen Banken. Mit 40 Millionen Käufern werden mit diesem Interbankensystem rund 16 Prozent aller Online-Transaktionen abgewickelt.

Zahlungsverkehrssystem SEPA: Vom „Single Euro Payment Area“ zum Interbankensystem

SEPA ist eine Initiative der Europäischen Union zur Integration des Zahlungsverkehrs, um Banküberweisungen zwischen Ländern, die den Euro als Währung verwenden, zu vereinfachen. Seit 2020 sind 36 Länder Teil von SEPA. Das Projekt umfasst die Entwicklung gemeinsamer Finanzinstrumente, Standards, Verfahren und Infrastruktur, um Größenvorteile zu ermöglichen. SEPA ist ein Verfahren, das den Interbanken-Zahlungsverkehr nicht nur innerhalb eines Landes, sondern im gesamten Euro-Raum ermöglicht. Es zielt darauf ab, die Gesamtkosten für die europäische Wirtschaft zu reduzieren, die durch den Kapitalverkehr in der Region entstehen.

Ein wesentlicher Vorteil der Weiterentwicklung hin zum Interbankensystem ist die Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit in Zeiten von Online-Transaktionen, etwa im Bereich E-Commerce oder der Subscription-Angebote.

Grundsätzlich durchläuft der Nutzer drei Schritte bis zur erfolgreichen Online-Transaktion:

  1. Eingabe von Bankdaten: Sobald der Käufer etwas kaufen möchte, wird er zur Onlinebanking-Umgebung, etwa von Giropay oder iDEAL weitergeleitet. Dort gibt er seine Bankdaten ein.
  2. Eingabe des Codes: Je nachdem ob der Käufer mit einem Smartphone oder am Desktop bestellt, erhält gibt er den Code ein, den er per SMS oder per zweiter Authentifizierung erhalten hat.
  3. Bestätigung: Nach erfolgreicher Bestätigung wird der Käufer von der Bestätigungsseite der Online-Bezahlmethode zur Händlerseite weitergeleitet. Der Kauf ist abgeschlossen, die Lieferung des Produkts oder Service kann erfolgen.

Giropay: Deutsches Zahlungsverkehrssystem, das das Bezahlen überall ermöglicht

Es gibt mehrere Plattformen, die Zahlungen überall integrieren und erleichtern. In Deutschland ist die am weitesten verbreitete Plattform Giropay, etwa 16% aller Online-Einkäufe nutzen sie als Zahlungsmethode. Giropay basiert auf der Online-Überweisung und wurde speziell für die Bedürfnisse des E-Commerce optimiert, z.B. für die Verhinderung von Unterdeckung. Giropay bietet sowohl für den Käufer als auch für den Händler Vorteile, da es für beide Seiten eine extrem sichere und schnelle Zahlungsmethode ist. Der Kunde gibt nur grundlegende Informationen an seine Bank und der Händler hat die Sicherheit der Zahlung. Giropay ist an die österreichische eps-Online-Überweisung angeschlossen und ermöglicht so die Interoperabilität zwischen den Systemen der beiden Länder.

iDEAL: Die Niederlande machen es vor

In den Niederlanden gibt es seit 2005 eine Interbanken-Plattform namens iDEAL, die ähnlich wie Giropay funktioniert. Es ist auch ein Online-Banking-Service, der es Kunden ermöglicht, per Direktüberweisung von ihrem persönlichen Bankkonto zu bezahlen. iDEAL bietet Händlern eine günstige und risikolose Zahlungsmethode in Echtzeit. Für Kunden bietet es die vertraute Umgebung wie die Online-Banking-Seiten einer normalen Bank. Ein hohes Maß an Sicherheit wird durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung erreicht. Die Dienstleister erhalten zudem keine sensiblen Informationen wie Kontonummer oder Kreditkartennummer vom Kunden. Damit soll ein höheres Vertrauen zwischen Händler und Kunden sichergestellt werden.

Fazit: Interbankensysteme ermöglichen sichere Online-Zahlungen

Das globale Interbankensystem ist zunehmend im gesamten Zahlungsverkehrssystem integriert. Seit der Institutionalisierung der Europäischen Union ermöglicht die Eurozone einfachere Überweisungen und Banküberweisungen zwischen den Ländern. SEPA ist ein Instrument, das entstanden ist, um Integration, Überweisungen und Zahlungen zwischen Banken in verschiedenen Ländern, aber auch innerhalb eines EU-Landes zu erleichtern. Neben diesen Makrosystemen vereinfachen jetzt lokalere und digitale Systeme wie Giropay in Deutschland und iDEAL in den Niederlanden die Geschäftsprozesse und das Nutzerverhalten. Diese Zahlungsplattformen ermöglichen eine größere Sicherheit für die Händler und die Kunden, die sie nutzen. Diese Methoden werden aufgrund ihrer Sicherheit und des Wachstums von Online-Einkäufen und Angeboten von Produkten und Dienstleistungen zunehmend genutzt.

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