Kreditkartenzahlung

Kreditkartenzahlung
Die Kreditkartenzahlung zählt zu den beliebtesten Zahlungsmethoden weltweit und auch hierzulande erfreut sie sich steigender Beliebtheit, wenngleich oftmals von einer unbegründeten Abneigung der Deutschen gegenüber der Kreditkarte gesprochen und geschrieben wird. Dies betrifft jedoch vor allem den Kauf im stationären Handel. Im Online-Handel sieht es hier anders aus und spätestens wenn wir über Abonnementmodelle sprechen, ist es obligatorisch die Kreditkartenzahlung im Portfolio des Online-Unternehmens anzubieten. Warum, und welche Vor- und Nachteile die Kreditkarte für Kunden und Unternehmen hat, wollen wir in diesem Beitrag näher behandeln.

Wie genau funktioniert die Kreditkartenzahlung?

 Faktisch wird mit einer herkömmlichen Kreditkarte dem Karteninhaber ein Kredit gewährt. D.h. im Rahmen eines festgelegten Kreditrahmens kann der Kunde so viel einkaufen wie er möchte – abhängig natürlich von der Bonität des Kunden.

Weltweit teilen sich vier große Kreditkartenorganisationen den Markt auf. Mastercard, Visa, American Express und Diners sind die vier wichtigsten Anbieter. In Deutschland sind vor allem Mastercard und Visa relevant, da sie von sämtlichen Kreditinstituten und Sparkassen ausgegeben werden. Obwohl die EC- oder auch Girokarte noch immer die am weitesten verbreitete Bezahlkarte ist, besitzen immerhin 36 Prozent der Deutschen eine klassische Kreditkarte. Die Akzeptanz im Handel ist inzwischen riesig – sowohl stationär als auch digital und neue Verschlüsselungsmethoden sollen weiteres Vertrauen auch in Deutschland schaffen. Dazu sorgen neue Technologien, wie das kontaktlose Bezahlen, für mehr Bequemlichkeit.

 

Welche Vorteile hat die Kreditkartenzahlung?

Für den Kunden:

  • Sofortiges bequemes Bezahlen
  • Wiederkehrende Zahlungen leicht einstellbar, je nach Anbieter oft durch ein Klick oder per Default-Einstellung (natürlich mit entsprechender Widerspruchsmöglichkeit)
  • Zahlungen per Kreditkarte werden nicht sofort dem Referenzkonto abgebucht
  • Je nach Kreditkarte erhält der Karteninhaber Bonuspunkte (z.B. Miles & More)

Für das Unternehmen:

  • Schnelle und sichere Zahlungsabwicklung
  • Die Kosten für die Abwicklung von Zahlungen ist heute deutlich niedriger als noch vor wenigen Jahren (Gebühren sind auf 0,3 Prozent der Zahlungssumme begrenzt). Ausnahmen sind Firmenkreditkarten und American Express-Karten.
  • Höhere Sicherheit und schnellere Abwicklung von Bestellungen, denn sobald eine Zahlung binnen Sekunden authorisiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls äußerst gering.
  • Weiter steigende Akzeptanz beim Verbraucher. Dazu kommen Zahlungsdienste wie PayPal, die ihren Kunden ebenfalls das Zahlen per Kreditkarte anbieten.

 

Wie bei jeder Bezahlmethode gibt es auch bei der Kreditkartenzahlung Nachteile. So müssen Kunden dem Anbieter sämtliche Kreditkartendaten anvertrauen, was in Zeiten von Datenlecks für viele potenzielle Käufer ein Grund ist, eine andere Bezahlvariante auszuwählen. Außerdem entstehen sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen Gebühren. Wie bereits erwähnt muss der Händler sogar pro Transaktion eine Gebühr zahlen. Dadurch, dass die Gebühren jedoch tendenziell eher sinken und die Akzeptanz beim Verbraucher immer höher wird, sollte die Kreditkartenzahlung als Teil des Zahlungsportfolios unbedingt in Betracht gezogen werden.

 

Was bedeutet die Kreditkartenzahlung für die Subscription Economy?

Insbesondere in der Subscription Economy, bei Start-ups und kleineren Unternehmen wird das Zahlen mit der Kreditkarte immer wichtiger. Steigende Online-Käufe in den letzten Jahren haben zu einer immer höheren Akzeptanz der Kreditkarte geführt. Daher kommen auch Subscription-Modelle an dieser bequemen Bezahlmethode nicht mehr vorbei. Zwar sorgen neue Datenschutzregelungen nach DSGVO für mehr Bürokratie, insbesondere bei der Speicherung von Kreditkartendaten. Doch Payment Service Provider (PSP) wie Wirecard, Paypal oder Klarna kümmern sich um die ordnungsgemäße Abwicklung der Kreditkartenzahlung, so dass das Unternehmen auf die Bindung von Ressourcen in diesem Fall verzichten kann und sich dafür auf das Kerngeschäft konzentrieren kann.

 

Kreditkartenzahlung: Ein Muss für den Online-Handel

Eines steht fest: Je mehr Zahlungsmittel ein Online-Unternehmen seinen Kunden anbietet, desto mehr Umsatz bedeutet dies für das eigene Unternehmen. Vor allem aber ist das Anbieten von Mastercard, Visa & Co. im Online-Handel eine vertrauensbildende Maßnahme. Es sind bekannte und populäre Marken, die besonderes in der Subscription- und Online-affinen Zielgruppe ein hohes Ansehen und Vertrauen genießen. Zudem muss sich das Unternehmen in Zeiten von zahlreichen zertifizierten PSPs nicht mehr selbst um die Zahlungsabwicklung kümmern, sondern stattdesen sämtliche Anstrengungen unternehmen, das eigene Geschäft voranzubrinen.

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