Rücklastschrift

Rücklastschrift
Eine Rücklastschrift ist eine Lastschrift, die rückgängig gemacht werden muss, weil entweder das Konto, von dem die Lastschrift stammt, eine unzureichende Deckung aufweist oder weil der Kunde ein vertraglich vereinbartes Produkt oder eine Dienstleistung zurückgesandt hat und somit seine Kosten hierfür zurückerstatten muss.

Definition Rücklastschrift

In beiden genannten Fällen ist die Rücklastschrift mit den an den Kunden zurückfließenden Gebühren verbunden, d.h. die betrieblichen Aufwendungen der Bank werden an den Kunden weitergegeben. Die Gebühren können jedoch auch von dem Unternehmen, das sein Produkt oder seine Dienstleistung verkauft hat, erhoben werden, wenn die Rücklastschrift nicht ordnungsgemäß begründet ist. Der Begriff “Rücklastschrift” bezieht sich auf die Rückabwicklung einer SEPA-Lastschrift (Single Euro Payments Area), und zwar dann, wenn das Lastschriftverfahren nicht durchgeführt werden kann.

 

Wie funktioniert die Rücklastschrift?

Die Rücklastschrift ist rechtlich gleichbedeutend mit einem Widerruf. Wenn der Kunde eine Lastschrift freiwillig zurückgibt, muss er auch die erworbenen Waren an das Unternehmen, von dem er sie erworben hat, zurückgeben. Wenn es sich um eine Dienstleistung handelt, muss der Kunde die Gründe für die Stornierung der Reservierung angeben. Dieses Verfahren muss verständlich sein, damit es vom Gläubiger nicht angefochten werden kann.

Wenn die Rücklastschrift auf ein unzureichendes Guthabenkonto zurückzuführen ist, wird der Kauf in der Regel nach einer bestimmten Zeitspanne – normalerweise innerhalb von dreißig Tagen – wiederholt. In der Regel unternehmen die Kreditinstitute bis zu drei Versuche, bevor eine schriftliche Mahnung an den Käufer versandt wird. In diesem Fall ist eine sofortige Mahnung nicht zulässig, da nicht festgestellt werden kann, warum der Kauf zu diesem Zeitpunkt nicht korrekt durchgeführt werden konnte.

 

Die Einziehung

Da der Prozess für die Banken mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, werden für sie Gebühren erhoben. Der Betrag wird immer der Person belastet, die die Lastschrift veranlasst hat, d.h. dem Käufer der Dienstleistung oder des Produkts. Manchmal führt dies dazu, dass der Begünstigte den Betrag vom Kontoinhaber zurückverlangt. Wurde die Rücklastschrift von der Bank wegen unzureichender Deckung des Kontos veranlasst, wenden fast alle Wiederverkäufer und Dienstleister eine Gebühr an. Andernfalls, insbesondere bei Streitigkeiten über die Einzugsermächtigung, muss der Begünstigte den Nachweis erbringen, dass eine Einzugsermächtigung erteilt wurde, oder der Schuldner muss den Widerruf der Einzugsermächtigung nachweisen.

 

Was ist eine SEPA-Lastschriftrückerstattung?

Die SEPA-Lastschrift-Rückerstattung erfolgt, wenn das Konto des Schuldners mit einer Gutschrift belastet wurde, die der Schuldner nicht sofort vornehmen möchte. Dazu gibt es zwei Arten:

  • Autorisiert: einen Tag bis acht Wochen nach der Belastung des Kontos – muss der Schuldner keinen Grund angeben. Die Transaktion wird am selben Tag bearbeitet und seinem Konto normal gutgeschrieben. Die Gläubigerbank muss die Rücklastschrift akzeptieren.

 

  • Ohne Genehmigung: zwischen acht Wochen und 13 Monaten nach der Belastung des Kontos – muss die Schuldnerbank zur Gläubigerbank gehen, die wiederum mit dem Kunden in Verbindung steht. Ob dem Schuldner die Belastung später gutgeschrieben wird, hängt von den Verhandlungen mit der Bank ab.

 

Fazit: Die Rücklastschrift kann automatisch oder auf Kundenwunsch erfolgen

Für jede Lastschriftaktion ist eine Bankautorisierung erforderlich und erst dann kann die Bank das entsprechende Geld vom Konto des Kunden einziehen. Aus diesem Grund stellt ein beantragter Rücklastschrift-Vermerk auch einen Widerruf der Einzugsermächtigung der Bank dar, der aber auch bei einem unerwünschten Einzug entsprechend gewertet werden kann. In vielen Reservierungssystemen geschieht dies automatisch, so dass das Lastschriftverfahren entfällt. Aus diesem Grund informieren insbesondere Versicherungsgesellschaften ihre Kunden nach einer Rücklastschrift, dass ein neues Inkasso-Verfahren eingeleitet werden soll. Wenn Sie die Zahlung widerrufen, verfällt die vorherige. Diese Beurteilung liegt jedoch im Ermessen der Unternehmen.  Widerspricht der Kunde einer neuen Lastschrift nicht, kann das Verfahren auch nach der Rücklastschrift wie gewohnt fortgesetzt werden.

in Wiki: Billing & Payment