Visa-Karte

Visa-Karte
Visa, genauer gesagt die Visa-Karte, zählt weltweit neben der MasterCard zu den wichtigsten Geld- und Kreditkarten. Visa ist eine Abkürzung und steht für Visa International Service Association. Während die Visa-Karte mit 40 Prozent Marktanteil als weltweiter Marktführer unter den Geldkarten-Anbieter zählt, muss sie in Deutschland die Marktführerschaft an MasterCard abgeben. Mit 35 Prozent Marktanteil, zählt sie jedoch auch hierzulande zu den wichtigsten Bezahlmethoden. In diesem Beitrag wollen wir die Vorteile, die Funktionsweise, die Produkte und den Unterschied zur MasterCard herausarbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Visa-Karte und MasterCard?

Mastercard oder Visa? Vor dieser Frage stehen viele Bankkunden. VISA gibt dabei nicht direkt die Karte an ihre Kunden aus. Stattdessen vergibt sie sogenannte Issuing-Lizenzen an Banken und Sparkassen – über 2.500 an der Zahl allein in Deutschland. Einen erkennbaren Unterschied zwischen Visa und Mastercard gibt es allerdings nur in der Produktauswahl und bei den Preisen der herausgebenden Banken und Sparkassen, jedoch nicht in der Funktionsweise. In beiden Fällen werden für die Abwicklung der Kreditkartenzahlung Gebühren erhoben, wobei das Risiko unbezahlter Kartenschulden von den Bankinstituten getragen wird. In der Regel wird eine Visa-Karte zusammen mit einem Girokonto angeboten, bei dem entweder eine monatliche oder eine jährliche Gebühr anfällt. Folgende Produkte bietet Visa derzeit an:

 

  • Classic: Der Klassiker unter den Kreditkarten kann weltweit an mehr als 46 Millionen Akzeptanzstellen genutzt werden und wird oftmals ohne zusätzliche Jahresgebühr gemeinsam mit einem Girokonto ausgegeben.
  • Gold: Sie zeichnet sich durch einen höheren Verfügungsrahmen aus und enthält weitere Zusatzleistungen, wie Auslandsreise-, Reisegepäck oder Rechtsschutzversicherungen.
  • Platinum: Sie eignet sich vor allem für Kunden mit hohen Ausgaben. So können Vielreisende beispielsweise z.T. kostenfrei im Ausland in Fremdwährung bezahlen. Hinzu kommen weitere Vorteile, wie Bonus- und Rabattprogramme.
  • Infinite: Das exklusivste Format unter den Visa-Karten wird ausschließlich auf Einladung ausgegeben. In ihr enthalten ist eine umfangreiche Reiseschutzversicherung für die ganze Familie, einen 24/7-Concierge-Dienst, sowie Zugang zu Flughafen-Lounges, exklusiven Events u.v.a.
  • Business: Besonders geeignet für kleine und mittelständische Unternehmen, um besser berufliche von privaten Ausgaben zu trennen.
  • Corporate: Eignet sich vor allem für große Unternehmen, um Kosteneinsparungen durch Verschlankung der internen Arbeitsabläufe zu ermöglichen.

Außerdem unterscheidet Visa zwischen Debit- und Kreditkarten. Konkret bietet Visa ihren Bankkunden folgende Bezahllösungen an:

  • Debit: Viele kennen sie auch als Bankkarte. Hier wird dem Kunden kein Kredit gewährt, sondern direkt das Girokonto belastet.
  • Charge: Hier wird nicht direkt vom Girokonto abgebucht, sondern in einer Summe am Ende eines Abrechnungsmonats. Im Grunde ist dies die am meisten verbreitete Kreditkarten-Lösung.
  • Teilzahlung: Besonders praktisch bei größeren Käufen ist die Möglichkeit der Teilzahlung. So kann die monatliche Kreditkartenabrechnung in eine Ratenzahlung umgewandelt werden
  • Prepaid: Die Visa Prepaid-Karte funktioniert auf Guthabenbasis. Es kann nur so viel Geld ausgegben werden, wie auf die Karte zuvor geladen wurde.

Welche Vorteile bietet die Visa-Karte seinen Kunden und Partnerunternehmen?

 Die Visa-Karte bietet ihren Kunden eine Reihe von Vorteilen. Diese sind im einzelnen:

  • Einfache und bequeme bargeldlose Zahlungsmöglichkeit innerhalb des Kreditrahmens
  • Höherer Kreditrahmen als beim Dispo eines Girokontos
  • Weltweit Akzeptanz der Visa-Karte in mehr als 200 Ländern
  • Sichere Bezahlung, sowohl online als auch im Geschäft – das Ausfallrisiko übernimmt stets das kartenherausgebende Kreditinstitut
  • Die Ausgaben können sowohl online als auch in Schriftform über die Visa Kartenabrechnung nachvollzogen werden
  • Je nach Kartenformat profitieren Kunden von Rabatten und Prämien durch Treueprogramme, sowie weiterer Versicherungsleistungen
  • Der Schutz vor Verlust, Diebstahl und Betrug ist inklusive
  • Barauszahlungen sind möglich
  • Kunden, die das Prepaid-Format nutzen, werden vor einer Kontoüberziehung geschützt
  • Schnelle und autorisierungsfreie Bezahlung bei Beträgen unter 50 Euro in Europa (z.B. über Apple Pay oder Paypass)

 

Was bedeutet die Visa-Karte für die Subscription Economy?

Visa oder MasterCard? Diese Frage müssen sich Unternehmen in der Subscription Economy nicht stellen. An beiden Karten kommen Online- und Abonnement-Unternehmen nicht vorbei. Zusammen bieten sie die beiden weltweit wichtigsten Kreditkarten an. Genauso wie die MasterCard genießt die Visa-Karte hohes Vertrauen und sollte daher in das Portfolio der Bezahlmethoden aufgenommen werden. Auch hier ist für den Subscription-Business-Anbieter gesorgt: Denn wenn mit einem externen Payment Service Provider (PSP) zusammengearbeitet wird, ist die Zahlung mit den wichtigsten Kreditkartenanbietern bereits vorgesehen.

 

Visa-Karte und MasterCard gehören gleichermaßen ins Payment-Portfolio

 Das Bezahlen mit der Kreditkarte gehört die Zukunft – insbesondere in Deutschland. Aufgrund der eher langsamen Entwicklung hinsichtlich der Akzeptanz in der Bevölkerung, ist hier noch ein großes Wachstums zu erwarten. Die technologische Entwicklung tut ihr übriges. Dank einfacher Bezahlmöglichkeiten, kann bereits jetzt an vielen Akzeptanzstellen mittels NFC-Technologie (Paypass etc.) ganz ohne PIN-Nummer mit Karte, Smartphone oder Smart-Watch bezahlt werden. Und eine generelle Akzeptanz der Kreditkarte kann sich erwartungsgemäß auch auf das gesamte Kaufverhalten, also auch im Subscription-Bereich, auswirken.

in Wiki: Billing & PaymentWiki: Zahlungsmittel